Gehörschutz

Hörverlust aufgrund von Lärmexposition ist mit nahezu einem Drittel aller arbeitsbedingten Krankheitsfälle die am häufigsten auftretende Berufskrankheit, gleichwohl in Europa als auch in Nordamerika . Diese Beschwerden können langfristige Auswirkungen haben, die zu Stress, Ermüdung oder Isolierung führen und das Risiko für Arbeitsunfälle aufgrund anderer Faktoren deutlich erhöhen. Hörverlust ist irreversibel und wird oft erst spät erkannt. Aus diesem Grund fallen PSA zur Deckung dieses Risikos unter die Kategorie III.

 

Das ohr und die töne

Das Geräusch als Vibrationsphänomen wird gekennzeichnt durch :

  • Seine Stärke (in Dezibel [dB]), entspricht einer Vibrationsamplitude, die von der Geräuschquelle abgegeben wird. 0 dB entspricht der Mindestlautstärke, die vom menschlichen Ohr wahrgenommen wird. Die Schmerzgrenze liegt bei 120 dB und das Ohr kann ab 85 dB kann beschaedigt werden.
  • Seine Frequenz (in Hertz [Hz]), mit der die wahrgenommene Höhe bestimmt wird. Je höher die Frequenz, desto schriller der Ton, je niedriger die Frequenz, desto tiefer der Ton. Das menschliche Ohr kann Töne in einem Frequenzbereich von 20 Hz (sehr tief) und 20 000 Hz (sehr hoch) wahrnehmen.
  • Seine Dauer und seine Variationen, Sie ermöglichen die Unterscheidung zwischen sehr kurzen Tönen, mit einer Dauer von ca. einer Sekunde, wie Impulsgeräusche (Schuss, Aufprall) und länger andauernden Tönen (Stunden, Tag), für die eine Dosierung der Lärmexposition zu berücksichtigen ist.
das ohr und die töne

Das Ohr lässt sich in drei getrennte Bereiche einteilen:

  • Das Außenohr, besteht aus der Ohrmuschel und dem Gehörgang
  • Das Mittelohr zwischen dem DE : Trommelfell und dem Innenohr. Es ist mit Luft gefüllt und ermöglicht anhand der Gehörknöchelchen eine Umwandlung der Luftvibrationen in Körperschall, der vom Innenohr analysierte werden kann.
  • Das Innenohr ist das Herzstück des Hörsystems. Es besteht aus einem mit Flüssigkeit gefüllten Hohlraum, in dem sich die Innenohrschnecke mit dem Corti-Organ befindet. Hier werden die von den Gehörknöchelchen übertragenen Vibrationen der Flüssigkeit von den Haarzellen aufgenommen, die diese nach Frequenz ordnen. Die Information wird anschließend über den Hörnerv bis zur Großhirnrinde weitergeleitet, die diese dann interpretieren kann.
das ohr und die töne

 

DB(A)

Das menschliche Ohr reagiert bei jeder Frequenzspanne mit einer besonderen Empfindlichkeit. Bei einem moderaten Geräuschpegel reagiert es weniger empfindlich auf tiefe Töne. Um diese besondere Empfindlichkeit darstellen zu können, verwenden Lärmmessungen und Normen eine Gewichtung des gemessenen Geräuschpegels, die Gewichtung A. Die so gewichteten Dezibel werden als dB(A) notiert.

 

Wie schützt man sich richtig?

Den passenden Gehörschutz wählen.

  • Die Art des Lärms identifizieren: stabil, fluktuierend, aussetzend, pulsierend.
  • Das Geräuschaufkommen am Arbeitsplatz kennzeichnen: Stärke (dB) und Frequenz (Hz).
  • Die Expositionsdauer bestimmen.
  • Die Dämmung berechnen, mit der ein akzeptierbarer Schallpegel erreicht wird (vgl. Richtlinie 2003/10/CE).

 

directive 2003/10/CE

 

Die Anforderung des Gehörschutzes (sein Dämpfungswert) muss auf die Risikobewertung am Arbeitsplatz abgestimmt sein. Er muss die Lautstärke auf einen Pegel abdämmen, der zwar nicht gesundheitsschädlich ist, dabei jedoch auch keine Überprotektion bietet, die den Arbeiter von seinem Umfeld isolieren würde (Alarm, Kommunikation...).

 

Gehörschutzstöpsel

Casques antibruit

 

 

Kapselgehörschutz

Bouchons d'oreille

 

 

Behördlich zugelassene tagesdosis in abhängigkeit des lärmexpositionspegels

behördlich zugelassene tagesdosis in abhängigkeit des lärmexpositionspegels

 

 

Geräuschdämpfung

Valeur d'atténuation par niveau sonore

Wie wird der dämpfungswert eingesetzt?

Dem Anwender stehen 3 Richtwerte zur Verfügung, vom einfachsten bis zum präzisesten:

  • SNR (Single Number Rating): Vereinfachter Durchschnittswert der Dämmung.
  • HML : Ein Wert, der die Schalldämmung in Bezug auf drei Frequenzbereiche angibt:
    • H : Schalldämmung der PSA im hochfrequenten Bereich (hohe Töne)
    • M : Schalldämmung der PSA im mittelfrequenten Bereich
    • L : Schalldämmung der PSA im niedrigfrequenten Bereich (tiefe Töne)
  • APV (Assumed Protection Value) : Erwarteter Dämpfungswert, der in 8 präzisen Frequenzniveaus ausgedrückt wird (vgl. technisches Datenblatt des Gehörschutzes).  

 

 

Tragehäufigkeit

Taux de port

Trageweise

Wenn ein Gehörschutz auf unterschiedliche Weise getragen werden kann (z. B. auf dem Kopf und unter dem Kinn), muss er für jede Trageweise geprüft werden.

trageweise

 

 

Doppelter schutz

Wenn das Tragen eines einzelnen Gehörschutzes nicht ausreicht, können diese auch kombiniert werden. Die Dämpfung durch das gleichzeitige Tragen von Ohrstöpseln mit einem SNR von B und einem Kapselgehörschutz mit einem SNR von ST wird wie folgt berechnet: 33×log ((0,4 ×B)+(0,1 ×ST))

 

 

Lärmpegel

Niveau sonore

 

 

Protection auditive Delta Plus